Lean Management

In den 1990er Jahren führte eine Universität in den Vereinigten Staaten eine Untersuchung in der Automobilindustrie durch. Fünf Jahre lang untersuchten sie die unterschiedlichen Bedingungen in den Werken der Kraftfahrzeughersteller, in Hinsicht auf die Effizienz und Produktionsbedingungen.

Hintergrund waren die Qualitätsunterschiede und Herstellungskosten der Fahrzeuge, bei denen der japanische Hersteller Toyota besonders gut abschnitt. Der Standard bei der Herstellung von Fahrzeugen von Toyota galt ab diesem Zeitpunkt als weltweite Benchmark. Bezeichnet wurde dieser Führungsstil als die schlanke Produktion oder Lean Management.

Beim Lean Management geht es in erster Linie um eine schlanke Organisation, die alle Tätigkeiten und Aufgaben vermeiden soll, die nicht zum Mehrwert des Produktes beitragen. Diese Unternehmensphilosophie kann auf die Produktion sowie auf die Verwaltung angewendet werden. Auf allen Ebenen soll jede Form von Verschwendung sowie Kosten durch Fehler vermieden werden. Trotzdem soll weiterhin eine bestmögliche Qualität angestrebt werden.

Toyota hat diese Unternehmensphilosophie Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt, die eine stabile Produktion erfordert und die zu dieser Zeit zu den qualitativ besten Autos führte. Heutzutage werden diese Methoden in fast jedem Unternehmen angewendet und die Idee der schlanken Produktion wird in vielen anderen Branchen weiterhin verbessert.

Das Motto „Werte ohne Verschwendung zu erschaffen“ kann in vielen Industriezweigen angewendet werden. Dafür müssen alle Aktivitäten und Prozesse optimal aufeinander abgestimmt werden und alle überflüssigen Vorgänge vermieden werden. Im Lean Management werden alle etablierten Vorgänge aus zwei Perspektiven analysiert und verbessert. Alle Aspekte des Unternehmens müssen aus der Sicht des Kunden und des Unternehmens betrachtet werden. Es gilt die Ansprüche des Kunden an die Qualität und Verfügbarkeit zu erfüllen und trotzdem ein profitables Unternehmen zu führen, das konstant seine Wettbewerbsfähigkeit verbessert.

Mit dem Lean Management werden stabile Prozesse entwickelt, mit denen Unternehmen früh auf Fehler reagieren können und hochwertige Produkte herstellen können.

Prozessmanagement

Der einzige Grund, warum Unternehmen existieren, ist, dass Kunden sich für ihre Produkte oder Dienstleistungen interessieren. Deswegen ist es besonders wichtig, dass Unternehmen die Informationen aus den eigenen Geschäftsprozessen nutzen, um sich besser an die Wünsche der Kunden anpassen zu können.

Der Sinn des Prozessmanagement ist, über genaue Informationen der einzelnen Prozesse im Unternehmen Bescheid zu wissen und diese besser gestalten zu können. Diese Geschäftsprozessoptimierung kann nur erreicht werden, wenn alle Abläufe richtig dokumentiert und die Kostenkalkulation prozessorientiert durchgeführt wird.

Für die korrekte Dokumentation ist es nötig, dass jede Abteilung fest definierte Funktionen hat. Trotzdem müssen alle Prozessverantwortlichen über die geeignete Flexibilität verfügen, sodass sinnvolle Veränderungen in den normalen Ablauf einfließen können.

Ein erfolgreiches Prozessmanagement setzt voraus, dass alle Prozesse genau geplant und die Arbeiten danach ausgeführt wurden. Dies kann nur sichergestellt werden, wenn alle Prozesse auch effektiv überwacht werden. Sollten sich daraus neue Erkenntnisse entwickeln, sollten diese auch wieder in die Planung einfließen.

Daraus entwickelt sich im Idealfall ein Kreislauf, der zu besseren Prozessen führt und die Effizienz in einem Unternehmen verbessert. Nur mit der geeigneten Transparenz ist es möglich, alle Geschäftsprozesse miteinander abzustimmen. Das Prozessmanagement führt zu einer neuen und verbesserten Form der Unternehmensführung sowie der Planung.