Risikomanagement in Unternehmen

Viele Unternehmer haben noch nichts von Risikomanagement gehört. Dabei ist das Risikomanagement eine der wichtigsten Aufgaben der Unternehmensführung, unabhängig davon, ob es sich um kleine Unternehmen oder globale Konzerne handelt.

Wenn wir von Risikomanagement sprechen, dann meinen wir die Fähigkeit, Risiken in einem Unternehmen zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten. Dies ist eine grundlegende Fähigkeit, wenn die Unternehmenspolitik festgelegt wird. Dafür müssen Kriterien festgelegt werden, die nach ihrem jeweiligen Risiko eingestuft werden kann.

Für das Risikomanagement gibt es verschiedene Methoden, wie das Risiko ermittelt wird und die Verantwortung bei den Entscheidungen bewertet werden kann. Dazu gehören natürlich auch die Bereitstellung der Ressourcen, um eventuelle Risiken vermeiden zu können.

Sobald die einzelnen Risiken identifiziert wurden, können Unternehmen die Berichterstattung festlegen, mit denen sie kontrolliert werden können. Dazu gehört auch die Qualifikation des Personals, um die Risiken zu kontrollieren.

In Deutschland ist die formale Ausbildung und Zertifizierung der Risikomanager in der DIN VDE V 0927 „Notfall- und Gefahrensysteme“ festgelegt. Darin wird unter anderem festgelegt, dass das Risikomanagement in Unternehmen als ein fortlaufender Prozess integriert werden muss. Die Planung und Umsetzung sowie die Verbesserung und Überwachung müssen kontinuierlich durchgeführt werden.

Das Risikomanagement sollte in allen Branchen angewendet werden. Ziel ist es, Risiken zu eliminieren und die Kosten von Risiken zu reduzieren. Dafür müssen die Ursachen und Auswirkungen der identifizierten Risiken beschrieben und die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens identifiziert werden.

Unternehmensberatungen haben sich auf das Risikomanagement spezialisiert und können Unternehmen bei der Einführung und Erneuerung große Dienste erweisen, da die Komplexität bei der Einführung der Prozesse oft große Probleme aufwirft.

Die Risiken eines Unternehmens

Nur die wenigsten Manager wissen, dass das Risiko im Unternehmen auch mit Zahlen bewertet werden kann. Die Konzentration auf die Suche nach den besten Gewinnmöglichkeiten oder die Optimierung der vorhandenen Gewinne kann dann fatale Konsequenzen haben.

Jedes Unternehmen muss sich den Risiken bewusst sein, die unterschiedliche Gewinne oder sogar Verluste nach sich ziehen. Durch statistische Analyse können diese sichtbar gemacht werden und mittels der Risikoaggregation bewertet werden.

Wenn die Bewertung negativ ausfällt, spricht man von dem so genannten Insolvenzrisiko. Dieses beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen den finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann und deswegen wegen Zahlungsunfähigkeit geschlossen werden muss.

Für Aktiengesellschaft besteht eine Pflicht, ein Überwachungssystem der finanziellen Risiken einzurichten. Sie soll den Fortbestand der Aktiengesellschaft sichern und ist Aufgabe des Vorstands.

Auch Banken nutzen die Risikobewertung, um sich vor Kreditausfällen zu schützen. Die einzelnen Faktoren unterscheiden sich dabei von denen der Unternehmer, weil sich die Risiken eher auf das betriebswirtschaftliche Gesamtrisiko beziehen.

Das Unternehmensrisiko sollte als absolute Zahl ein wichtiger Faktor für die Unternehmenspolitik sein und statistisch ausgewertet werden. Unternehmensberater können dabei behilflich sein, die einzelnen Faktoren für die Definition der Risiken zu identifizieren und die statistischen Analysen vorzubereiten.